Drucken

Aktuell

Seite 1 von 5  > >>

Patientin berichtet ausführlich über ihre Erfahrungen mit der DermoDyne Lichtimpfung.

Ein zufriedener Patient berichtet über seine kürzlich abgeschlossene Behandlung.

Blaulichttherapie im Magazin "Die AllgemeinMediziner".

Erfahrungsberichte über die DermoDyne-Blaulichttherapie.

Dr. Detlef Becker von der Hautklinik der Universitäts­medizin Mainz, erzielte mit der Blaulichttherapie hervorragende Ergebnisse.

Video über eine erfolgreiche Blaulichtbehandlung im Hautzentrum Wien.

"Blaues Licht hat mich gesund gemacht" in FÜR SIE 19/2014.

facebook LichtKlinik
2003-06-05

UV-Licht freie Phototherapie ein Beitrag im Deutschlandradio Berlin in der Sendung "Patentes"

Jedes 6. Kind in Deutschland, das jünger als 6 Jahre ist, leidet bereits an Neurodermitis. Und es werden immer mehr, die an diesem Ekzem erkranken: Bei dem die Haut trocken und schuppig wird, dann mitunter unerträglich zu jucken anfängt und sich durch kratzen schnell entzündet und verkrustet.

Ähnlich wie bei Allergien wird der Juckreiz durch ein über-aktives Immunsystem ausgelöst, das mehr Entzündungszellen produziert, als vom Körper benötigt werden. Und diese Entzündungszellen greifen anstelle von Bakterien und anderen Krankheitserregern nun körpereigene Hautzellen an.

Kurzfristige Besserung bringen bislang Kortison-Präparate. Oder die Bestrahlung mit UV-Licht, wodurch sich aber gerade bei Kindern das Risiko erhöht, Jahre später an Hautkrebs zu erkranken. Ein Teufelskreis also, den die neue Lichttherapie nun durchbrechen könnte. Mit ihr werden die Entzündungszellen direkt angegriffen und vernichtet, erklärt Prof. Jean Krutmann vom Institut für Umweltmedizinische Forschung an der Uni Düsseldorf:

Man weiß, dass Entzündungszellen, die aus dem Blut stammen und in die Haut der Patienten einwandern, dort Selbstmord begehen, wenn die Haut mit ultraviolettem Licht bestrahlt wird. Und man weiß auch, dass die Auslösung dieses Selbstmordes darauf beruht, dass eine bestimmte photochemische Reaktion in der Haut ausgelöst wird. Diese photochemische Reaktion läßt sich, zumindest theoretisch, auch mit sichtbarem Licht einer ganz bestimmten Wellenlänge auslösen.

Und zwar mit Licht aus dem grünen und dem blauen Bereich des Sonnenspektrums. Das wiederum hat Dr. Jan Wilkens von der Berliner Firma optimed in über 10-jähriger Forschungsarbeit herausgefunden.

Wir haben ausgehend von Untersuchungen an Entzündungszellen festgestellt, dass die Behandlung eine ganz stark entzündungshemmende Wirkung hat, und dass wir in der Lage sind, diese Entzündungszellen ganz gezielt auszuschalten und alle anderen Zellen, alle anderen Hautzellen, die sonst mitgeschädigt werden, durch andere Wellenlängen, insbesondere durch die ultravioletten Wellenlängen, diese Wellenlängen kommen nicht vor, so daß wir hier vermutlich ein nebenwirkungsfreies Verfahren entwickelt haben.

Eine geniale Lösung, - die aber technische Probleme mit sich brachte. Denn um Neurodermitis wirksam zu behandeln, muss sichtbares Licht in einer hohen Dosierung und mit starker Intensität eingesetzt werden. Dabei entsteht aber auch viel Wärme, wodurch die Haut bei der Bestrahlung schlichtweg verbrennen würde. Anstatt nun das Licht wie bei einem Laser punktförmig zu bündeln, hat Wilkens ein Gerät mit spezielle Farbstoffzellen entwickelt, die normales Licht umwandeln und verstärken - um dann selbst breitflächig und kräftig zu leuchten.

Und diese Farbstoffzellen leuchten nun in genau dieser Farbe, die wir brauchen, und das ist das Besondere: Wir können sozusagen das normale Licht umformen in ein Therapielicht, das wir hier für die Wirkung verwenden.

Bislang sind mit diesem längst patentierten Verfahren an die 200 Patienten mit sehr schweren Ekzemen an Händen und Füßen bestrahlt worden. Die ganze Therapie sieht innerhalb eines Monats zwölf Behandlungen vor. Die einzelne Bestrahlung dauert etwa fünfzehn Minuten. Dabei spüren die Patienten eine leichte Wärme auf der Haut. Prof. Jean Krutmann hat die Wirkung des Geräts an der Hautklinik der Uni-Düsseldorf unter wissenschaftlichen Bedingungen getestet. Das Ergebnis ist verblüffend.

Da kam es sehr schnell, bereits nach zwei Wochen, zu einer 50-prozentigen Besserung der Hautveränderungen. Und nach weiteren zwei Wochen waren die Hautveränderungen nahezu vollständig abgeheilt. Wir haben auch Nachbeobachtungen durchgeführt. Und da sieht es so aus, dass bei der Mehrzahl der Patienten der therapeutische Erfolg auch noch nach drei Monaten nachweisbar ist. Und das ist eine ganz wichtige Beobachtung, denn es zeigt zum ersten Mal überhaupt, dass es möglich ist, eine Phototherapie beim Menschen durchzuführen, ohne dass man UV-Strahlen benutzen muss.

Patienten, die Wilkens in Berlin mit dieser UV-Licht freien Bestrahlung behandelt hat, sind selbst nach über einem Jahr noch ohne Beschwerden.

Und die Patienten haben in dieser Zeit keine Medikamente und kein UV-Licht in Anspruch nehmen müssen. Und da gehen wir davon aus, daß die Wirkung ähnlich lange anhält wie eine De-Sensibilisierung zum Beispiel gegen Pollen, so dass wir hier den Namen Lichtimpfung geprägt haben.

Ein Gerät für die Ganzkörper-Bestrahlung ist bereits in der Erprobung. Und auch bei Akne und krankhaftem Haarausfall, bei Schuppenflechte könnte diese UV-freie Lichttherapie wirken. Ziel von Wilkens ist es nun, für die Behandlung all dieser Krankheiten ein Gerät zu entwickeln. Für das er aber verschiedene Farbstoffzellen braucht, denn jede dieser Erkrankungen reagiert nur auf Licht einer ganz eigenen Wellenlänge.

Das hängt zum Beispiel damit zusammen, dass Entzündungszellen in bestimmten Hauttiefen sitzen. Bei Schuppenflechte sitzen sie besonders tief. Und man kann sich dann so vorstellen, dass wir an dem Gerät dann eine Farbstoffzelle tauschen, wie eine Druckerpatrone, und dann verschiedene Erkrankungen mit einem Gerät behandeln können.

Tests an der Universität Mainz haben ergeben, dass diese von Dr. Jan Wilkens entwickelte Licht-Therapie bislang keinerlei schädliche Nebenwirkungen zeigt. Und auch Prof. Jean Krutmann geht davon aus, dass sie sich bei Bedarf - auch über die bisherigen zwölf Behandlungstage hinaus - als Langzeit-Therapie bewähren wird.

Ein weiteres Plus: Wegen der langanhaltenden Wirkung der UV-freien Licht-Therapie können alle bislang behandelten Patienten selbst noch nach mehr als einem Jahr ganz auf zusätzliche Tabletten, Salben und medizinische Badezusätze verzichten. Das hilft die Behandlungskosten erheblich zu senken. So wird diese von Dr. Jan Wilkens entwickelte "Licht-Impfung" bereits von allen privaten Krankenkassen finanziert. Verhandlungen mit den gesetzlichen Krankenkassen sind bereits aufgenommen.

 

Link zur Webseite im Deutschlandradio.