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Unterdrückung des Immunsystems durch die leitliniengerechte Therapie (Usual Care)

Die bisherigen entzündungshemmenden Behandlungen beruhen auf einer direkten Unterdrückung des Immunsystems. Kurzzeitig ist zwar eine Linderung der Beschwerden möglich und oft auch notwendig. Jedoch kommt es in der Regel zu einer Abschwächung der Wirkung und dem Zwang immer stärkere Medikamente einsetzen zu müssen. Darüber hinaus bestehen bei der üblichen (usual care) Therapie nach aktueller Leitlinie der Fachgesellschaften Karzinomrisiken.

Das Karzinomisiko nach einer innerlichen Behandlung mit dem Calcineurin-Hemmer Cyclosporin A, der auch für schwere Formen der Neurodermitis zugelassen ist, ist aus der Transplantationsmedizin seit längerem allgemein bekannt. 

 

Neu ist die anhaltende Diskussion um Karzinomrisiken bei der äußerlichen Salben-Behandlung mit Calcineurin-Hemmer wie Pimecrolimus und Tacrolimus (Elidel, Douglan und Protopic).

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft schreibt hierzu am 11.03.2011: "Wegen eines wahrscheinlich erhöhten Risikos für das Auftreten von Lymphomen und eines nicht auszuschließenden erhöhten Risikos von Hautkrebserkrankungen im Zusammenhang mit topisch angewendetem Tacrolimus und Pimecrolimus sollten sich die Anwendung und die eingesetzten Dosierungen strikt an den zugelassenen Indikationen orientieren. Die beiden Substanzen sollten nur zur Zweitlinienbehandlung eingesetzt werden und eine Anwendung bei Kindern unter zwei Jahren sowie bei immungeschwächten Patienten muss vermieden werden" (Multiple aktinische Keratosen (Carcinomata in situ der Haut) nach langjähriger topischer Anwendung von Tacrolimus (Protopic®) Deutsches Ärzteblatt, Jg. 108, Heft 10, 11.03.2011)

In einem Dokument der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA (Update on post-marketing AERS cases of pediatric malignancies reported with topical pimecrolimus and tacrolimus use, Pediatric Advisory Committee May 16, 2011) werden über 72 Karzinomfälle von Kindern mit der Verwendung von Elidel- und Protopic-Salbe in Verbindung gebracht. 

Bemerkenswert ist, daß auch die Behandlung mit kortisonhaltige Salben mit einem Krebsrisiko verbunden ist. Dies wurde in einer klinischen Studie mit 3.500.000 Patienten nachgewiesen (Lymphoma among patients with atopic dermatitis and or treated with topical immunosuppressants in the United Kingdom, Arellano et al. 2009). Werden Neurodermitis-Patienten mit Kortisonsalben behandelt, steigt das Risiko, an einem Lymphom zu erkranken erheblich an Schon bei einer Behandlungsdauer von weniger als einem Monat kommt es zu einer etwa 4-fachen Risikoerhöhung für ein Non-Hodgkin-Lymphom. Dauerte die Behandlung länger als 2 Jahre stieg dieses Non-Hodgkin-Lymphom-Risiko um das 83-fache.

 

Auch neueste Medikamente z. B. aus der Gruppe der TNF-alpha Antagonisten, die als so genannte Biologika (Biologics) zur Therapie der Schuppenflechte eingesetzt werden sind mit z.T. erheblichen Nebenwirkungen behaftet.

Die US-Arzneibehörde FDA hat vor kurzem die Überprüfung von Biologika, die gegen den Tumornekrosefaktor (TNF) gerichtet sind, intensiviert. Grund ist eine anhaltende Serie von hepatosplenalen T-Zell-Lymphomen (HSTCL) bei Kindern und jungen Erwachsenen. Das HSTCL ist eine aggressive Variante des Non-Hodgkin-Lymphoms. Es tritt vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen (unter 30 Jahren) auf. Die Prognose ist infaust. Die Überlebenszeit liegt im Mittel bei weniger als 2 Jahren. Die FDA hat seit 2008 mehrfach auf die Assoziation hingewiesen. Bis Ende 2010 konnte die FDA 28 Einzelfälle ermitteln, die entweder der Behörde gemeldet oder in der Literatur publiziert wurden. Die FDA hat den Herstellern von Remicade (Infliximab), Enbrel (Etanercept), Humira (Adalimumab), Cimzia (Certolizumab) and Simponi (Golimumab)  auferlegt, neue Erkrankungen innerhalb von 15 Tagen zu melden.

Zusammenfassend gehen vermutlich von der Behandlung mit allen immunsuppressiven Substanzen Krebs-Risiken aus.

 

Es besteht daher - gerade für hautkranke Kinder - ein erheblicher Bedarf an wirksamen und trotzdem nebenwirkungsarmen Behandlungsalternativen. Die bisherigen Beobachtungen sowie die Ergebnisse klinischer Studien legen nahe, daß die DermoDyne R Lichtimpfung R - ohne Unterdrückung des Immunsystems - hier eine nachhaltig wirksame und trotzdem nebenwirkungsarme Behandlungsalternative ist.